Weihnachtsausstellung im Dippoldiswalder Museum
Von Rikarda Groß und Prof. Dr. Adolf Heger
Vorabveröffentlichung eines Beitrages in der Dezember-Ausgabe der
 "
Reichstädter Nachrichten" 
welche Ende November 2001 erscheint

Das Dippoldiswalder Museum hat sich wieder in ein Weihnachtshaus verwandelt. Schon von weitem werden die Besucher von den leuchtenden Schwibbögen in den Fenstern und der sechs Meter hohen Freilandpyramide begrüßt.
In 15 Ausstellungsräumen werden traditionelle Volkskunst-Erzeugnisse des Erzgebirges gezeigt. Wie immer gibt es neben alt bekannten Ausstellungsstücken viel Neues zu sehen. In der ehemaligen Lederkammer, im Erdgeschoss des Museums, finden sich gleich mehrere bemerkenswerte Werke. 

Weihnachtsberg (Ausschnitt)

Dazu gehören u. a. der 10 qm große Weihnachtsberg mit Motiven des Osterzgebirges von Rolf Steinbach, eine zwei Meter hohe Märchenpyramide von Herbert Kohl, auf der 25 Märchen der Gebrüder Grimm dargestellt sind und die von Ewald Basel, Schellerhau (1896 bis 1975), gedrechselte Altenberger Bergparade mit 99 Figuren.

Parade

Rudolf Greif aus Schmiedeberg schnitzte in den letzten zwei Jahren eine Weihnachtskrippe, von Günter Klein aus Malter sind farbig gestaltete Räucherfiguren zu sehen und vom 80-jährigen Kurt Kießling aus Freital und dem früh verstorbenen Roland Nitzsche (1953 bis 2000) aus Altenberg werden erstmals Schnitz- und Drechselarbeiten hier ausgestellt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Kutschermaxe Dichter Helmut Liebscher und Heinz der Zitherspieler (Auschnitt aus Schellerhauer Hutznstub)

Die Kinder finden sicher viel Gefallen an den lustigen Zapfenmännchen von Karl-Heinz Wachsmuth aus Freital.
In diesem Jahr begeht der Glashütter Volkskunstverein e.V. sein 10-jähriges Vereinsjubiläum (geschnitzt und geklöppelt wird hier in der Gruppe bereits seit 45 Jahren). Zahlreiche kunstvolle Schnitz- und Klöppelarbeiten sind ausgestellt und legen Zeugnis davon ab, wie lebendig die alten Bräuche im Osterzgebirge gepflegt und teils auch mit neuen Ideen unterlegt werden.

Werkstatt Weihnachtsmann (Ausschnitt)

Besonders beliebt sind die elektro-mechanischen Modelle, wie z. B. die Weihnachtsmannwerkstatt, eine Bergschmiede, Wind- und Wassermühle oder der große Rummelplatz mit Karussells, Berg- und Talbahn, Riesenrädern und Achterbahn.

Hutznstube Alvers (Ausschnitt)

Ein weißer Weihnachtsberg, die Stollenbäckerei, eine Hutzenstube und noch manch anderes erinnert an den im vergangenem Jahr verstorbenen Herbert Alvers aus Schmiedeberg.

Stollenbäckerei

Von seiner Frau Eva sind Fotos mit Erzgebirgsmotiven zu sehen.
Die Häuselmacherfamilie Naumann aus Rechenberg- Bienenmühle, vielen Besuchern der vergangenen Weihnachtsausstellungen durch ihre Vorführarbeiten bekannt, hat in Zusammenarbeit mit dem Pyramidenbauer Herbert Kohl eine "Häuselpyramide" gestaltet, auf der in drei Etagen typische Erzgebirgshäuser sowie das Modell der Großrückersdorfer Kirche stehen. Ein vom Café Achat aus Dippoldiswalde gefertigtes großes Pfefferkuchenhaus verbreitet verführerisch seinen Duft in der Ausstellung.

Semmel-Milda & Klöppel-Marlies (Ausschnitt)

An den Wochenenden führen Volkskünstler (Schnitzer, Klöpplerinnen, Spinnerinnen, Häuselbauer u. a.) Arbeiten vor.
An einem Verkaufsstand können zahlreiche Druckerzeugnisse zur Volkskunst und Volkskunde des Osterzgebirges sowie Bastelbögen erworben werden.

Oma Martha mit Enkelkindern

Die Ausstellung ist wie folgt geöffnet:
Dienstag bis Sonntag     10 - 17 Uhr
am 25. und 26. 12.2001 13 - 17 Uhr
Montag Ruhetag

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