Die Entstehung des Lohgerbermuseums
Der im 18. Jahrhundert erbaute Gebäudekomplex der alten Lohgerberei Ulbrich wurde bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts betrieben und ist heute das Lohgerbermuseum.
Den Beschluss zum Ausbau der ehemaligen Gerberei als Museum fassten der Rat der Stadt und der Rat des Kreises nach Beratungen mit dem Institut für Denkmalpflege im Jahr 1974.
1975 wurde ein Museumsleiter eingestellt. Zeitgleich zu den Projektierungsarbeiten begannen in dem, zu dieser Zeit noch vorwiegend für Wohnzwecke genutzten, baufälligen Gebäude die Werterhaltungs- und Rekonstruktionsarbeiten. Zehn Monate später konnte in der restaurierten Lederkammer, dem damaligen Lederlager des Gerbermeisters, die erste Sonderausstellung eröffnet werden. In mühevoller Arbeit erfolgten nun Schritt für Schritt umfangreiche Denkmalspflegeleistungen, Sammlungs- und Forschungstätigkeit sowie die Gestaltung von Ausstellungen.
Heute besitzt das Lohgerber-, Stadt- und Kreismuseum Dippoldiswalde eine wertvolle und umfangreiche Sammlung zum lederherstellenden Gewerbe und zur geschichtlichen Entwicklung im Osterzgebirge.
Die ständigen Ausstellungen sind in die Abteilungen „Lohgerbermuseum“, „Stadtgeschichte Dippoldiswalde“ und „Regionalgeschichte im Osterzgebirge“ gegliedert. Sonderausstellungen zur Volkskunst, Regionalgeschichte, Bildenden und Angewandten Kunst ergänzen das Ausstellungsangebot.
Quelle: Museum Dippoldiswalde, Dr. Günter Groß, 1996





