„Der Heimat verbunden“
…das ist der Wahlspruch des Heimatvereins Reichstädter Windmühle e.V., den sich die Mitglieder aus Anlass der Weihe der Vereinsfahne zum 25-jährigen Jubiläum gaben und dem sie sich im breitesten Sinne verpflichtet fühlen.
Elf Vereinsfreundinnen und 25 Vereinsfreunde können auf eine mehr als 25-jährige Geschichte zurückblicken. Fünf von ihnen wohnen nicht in Reichstädt. Der Verein ist Nachfolger der Interessengemeinschaft Reichstädter Windmühle in der damaligen Gesellschaft für Denkmalpflege im Kulturbund der DDR. Deshalb gilt auch der 1. September 1983 als Gründungsdatum des Vereins, obwohl erst am 6. Dezember 1994, dem Vereinsgesetz entsprechend, eine Satzung angenommen und ein sechsköpfiger Vorstand gewählt wurde. Unser Verein ist Mitglied im Sächsischen Mühlenverein e.V. mit Sitz in Klipphausen.
Freundschaftliche Beziehungen unterhalten wir zum Heimatverein „Otto’s Eck“ in Naundorf und zum Heimatverein in Reichstädt bei Gera.
Der Zweck des Vereins sind u.a. die Denkmalpflege, die Verbreitung heimatkundlichen Wissens und die Pflege traditionellen Brauchtums. Dazu fördern wir kulturelle Veranstaltungen und engagieren uns beim Natur- und Umweltschutz. Wir sind als gemeinnütziger Verein anerkannt.
Unsere wichtigste Aufgabe ist die Instandhaltung und Präsentation der Reichstädter Turmholländerwindmühle. Sie gilt als kleinste und höchstgelegene Windmühle Deutschlands. Das umfasst die Öffnung der Mühle am gesamtdeutschen Mühlentag am Pfingstmontag, zum Tag des offenen Denkmals im September, an ausgewählten Wochenenden des Sommerhalbjahres. Nach Absprache mit Interessenten öffnen wir die Windmühle zu jeder Zeit. Dabei lassen wir uns gern von den Vorstellungen unserer Gäste leiten.
Eine weitere Aufgabe des Vereins ist die Erhaltung anderer Sehenswürdigkeiten des Ortes. So wurden in den letzten Jahren zwei Wegesäulen und drei Gedenksteine renoviert und z.T. wieder aufgestellt. Weitere Denkmale warten auf ihre Restaurierung, wie zum Beispiel eine weitere historische Wegesäule mit dreieckigem Grundriss aus dem Jahre 1843. Sie hat früher gegenüber der Ehrlichmühle am Anfang des Kalkofenwegs Richtung Dippoldiswalde gestanden.
Der Heimatverein gab in den vergangenen Jahren zwei heimatkundliche Schriften heraus. Der Nachdruck des Aufsatzes „Rittergut Berreuth bei Dippoldiswalde im Wandel der Zeiten“ aus dem Jahre 1927 fand viele interessierte Leser. In gebundener Form sind ausgewählte Artikel zur Geschichte des Ortes und der Region, die in den „Reichstädter Nachrichten“ vom Ortschronisten Horst Schulz veröffentlicht worden sind, erschienen. Ein weiteres Buch über die beiden Kirchen von Reichstädt, verfasst von Ulrich Schulte am Hülse ist in Vorbereitung und wird gemeinsam mit der Kirchgemeinde herausgegeben.
In diesem Jahr haben die Mitglieder des Vereins, gemeinsam mit Frau Dr. von Schönberg, begonnen, im hiesigen Schloss die baulichen Voraussetzungen zur Einrichtung einer Heimatstube zu schaffen. Das kleine Museum soll unter Mitwirkung des Vereins für Sächsische Postgeschichte entstehen. In dem Raum wird die Geschichte Reichstädts dokumentiert und über berühmte Bürger des Ortes berichtet Vor allem aber wird ein wertvolles Postarchiv seinen Platz finden, welches eine würdige Ergänzung der Sachzeugen des letzen sächsischen Generalpostmeisters, Adam Rudolf von Schönberg (1765-1795) darstellt.
Zum jährlich stattfindenden Dorffest im September organisiert der Heimatverein das traditionelle Vogelschießen und sorgt sich um die Erhaltung dieser Tradition. Der im fairen Wettstreit ermittelte Schützenkönig erhält eine Schärpe sowie eine Trophäe in Form eines gravierten Zinntellers. Im Folgejahr wird er in würdiger Form von zu Hause abgeholt und zum Festplatz gefahren, wo ihn die Gilde der Reichstädter Schützenkönige, an deren Spitze der Großkönig steht, empfängt.
Der Heimatverein gestaltet maßgeblich das kulturelle Leben im Ort mit. So organisieren wir Vorträge zu interessanten Themen, wie Reiseberichte in Wort und Bild, aber auch Verkehrsteilnehmerschulungen. Exkursionen führen uns zu reizvollen Zielen der näheren und weiteren Umgebung. Busfahrten in touristisch interessante Gegenden unseres Landes runden das Vereinsangebot ab. Besonders in Erinnerung sind die Ausfahrten in den Harz, zu den Osterbrunnen der Fränkischen Schweiz und in die Lausitz.
Als besonders wichtig erachten wir die Organisation und Absicherung der Reichstädter Konzerte. Regelmäßig finden sie unter Teilnahme der „Weißeritztal Musikanten“ und einem Chor oder einer weiteren Musikformation statt. Stellvertretend sei das gemeinsame Konzert mit dem Freiberger Knabenchor im Jahre 2007 zu nennen. Das Inventar des Vereins, insbesondere die Bühne mit Überdachung sowie Tische und Bänke halfen in der Vergangenheit, so manche kulturelle Veranstaltung abzusichern.
Die Müllberäumung im Hofbusch an der Straße von Reichstädt nach Ruppendorf gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen des Ortes war eine besonders gelungene Aktion. Dafür erhielt der Heimatverein 1998 den Umweltpreis des Landratsamtes des Weißeritzkreises.
Wir arbeiteten eng mit den Vereinen des Ortes zusammen. Unsere Arbeit wird in Reichstädt anerkannt und erfährt eine breite Zustimmung und Unterstützung durch die Einwohner. Das motiviert unsere Mitglieder bei der Umsetzung unserer Vorhaben getreu unserem Wahlspruch.
„Glück zu“
Axel Bellmann, 1.Vorsitzender des Heimatvereins Reichstädter Windmühle e.V.
Kontaktdaten:
Axel Bellmann
Neue Siedlung 9
OT Reichstädt
01744 Dippoldiswalde
Tel.: 03504/ 61 44 30 (ab 18.00 Uhr)
E-Mail: AxMa-Bellmann(at)web_de





