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Geschichte unserer Stadt (Zeittafel 20. Jahrhundert)

  • 1900
    erfolgte die Einweihung des Windischhauses.
     
  • 1902
    wurde die 1661 vom Kurfürsten gestiftete, bisher fiskalische Kirchenuhr repariert und von der Kirchgemeinde übernommen.
     
  • 1903
    Errichtung des Gebäudes für die Königliche Bezirkssteuereinnahme durch E.O. Schmidt im Schloßgarten.

    Weihe des vom Privatus Biedermann gestifteten Luther-Denkmals.
     
  • 1905
    Bau des Wasserreservoirs am Elendschen Weg (Einziehung der öffentlichen Wasserständer und Aufstellung neuer Überflurhydranten).
     
  • 1906
    besuchte König Friedrich August die Stadt. Parade der Bürgerschaft auf Obertor- und Marktplatz. Kirchgang, Begrüßungsansprache des Superintendenten Hempel am Hauptportal usw.

    Pflanzung der Friedrich-August-Linde auf dem Kirchplatz.

    Einführung des Rollbockverkehrs auf der Bahnstrecke, Erweiterung des Bahnhofs.
     
  • 1912
    Am 4. Januar geriet die Vereinsbank (ehemals Vorschußverein) in Konkurs.
     
  • 1913
    Am 2. September wurde das Kriegerdenkmal für die Gefallenen im Feldzug 1870/71 gegen Frankreich auf dem Marktplatz geweiht.
     
  • 1913
    wurde die am oberen Anfang der Technikumallee stehende Eiche "Körner-Eiche" getauft.

    Am 27. September erfolgte die Einweihung der Talsperre Malter durch Superintendent Hempel in Gegenwart des Königs.
     
  • 1914
    Anfang des Jahres Fertigstellung des neuen Wasserreservoirs am König-Johann-Turm und der neuen Wasserzuführung aus dem Langen Grund bei Buschmühle.

    Am 24. Februar beschloß die 2. Ständekammer den Bau einer Eisenbahn von Geising nach Altenberg. Der Pöbeltalbahn-Bau wurde der Regierung zur Erwägung überwiesen. Der Erste Weltkrieg verhinderte den Bau, obwohl die Trasse und der Bahnhof Oberpöbel (bei der Putzmühle) bereits gebaut waren.

    Am 31. März wurde das Königliche Talsperrenamt in Malter, das 1908 errichtet worden war, wieder aufgelöst.

    Am 1. August erklärte Kaiser Wilhelm Rußland den Krieg, Mobilmachung angeordnet. 3. August: Kriegserklärung an Frankreich, 4. August: England und Belgien erklärten Deutschland den Krieg, 6. April 1917: Kriegserklärung der USA an Deutschland, 11. November 1918: Abschluß des Waffenstillstandes zwischen den Alliierten und dem Deutschen Reich.

    Die Kalliope-Musikwerke meldeten nach vierjähriger Tätigkeit Konkurs an.
     
  • 1918
    Bürgermeister Hornig erkannte den Arbeiter- und Soldatenrat an.
     
  • 1918
    Die Firma Blanke und Rast kaufte die Kalliope-Musikwerke.
     
  • 1918-1923
    Inflationszeit.
     
  • 1920
    Kapp-Putsch - Streik in Dippoldiswalde.
     
  • 1923
    Am 26. Oktober besetzte die Reichswehr Dippoldiswalde.
     
  • 1926
    Bau der Berufs- und Gewerbeschule an der Weißeritzstraße.
     
  • 1927
    8. Juli Hochwasser; Talsperre Malter bestand ihre Bewährungsprobe.
     
  • 1928-1932
    Politische Machtkämpfe der Nationalsozialisten, des Stahlhelmbundes, der SPD, der Reichsbanner-Bewegung und der Kommunisten.
     
  • 1930
    Abriß der "Strohvilla" am Gerberplatz.
     
  • 1932
    Erbauung des Schwedenheims auf der Hohen Straße.
     
  • 1933
    Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar.

    Ermordung des kommunistischen Abgeordneten Clemens Holzschuh am 28. März im Stadtgefängnis.

    Errichtung des Schutzhaftlagers Altenberg, über 100 Menschen aus dem Kreisgebiet wurden dort inhaftiert.
     
  • 1934
    wurde der Kirchturm restauriert, die goldene Kugel mit neuen Erinnerungsstücken versehen.
     
  • 1935
    Bau des Stadtbades am Rölligteich und Neubau des Villenviertels an der Hermann-Löns-Straße (Stehkragen-Siedlung), Bau des Postamtes in der Gartenstraße (jetzt Dr.-Friedrichs-Straße).

    Versetzung der Betsäule vom Scheunenviertel zum Niedertorplatz, Restaurierung der Betsäule an der Bahnhofstraße (früher am Mühlgraben).
     
  • 1938
    Annexion der Tschechoslowakei, viele Sudetendeutsche suchten vorher in Dippoldiswalde und Umgebung eine neue Heimat.
     
  • 1939
    Am 1. September begann der Zweite Weltkrieg.
     
  • 1942
    Dippoldiswalde wurde Lazarettstadt ("Parksäle", "Windischhaus", "Seeblick").
     
  • 1943
    Der Schulunterricht wurde auf 2-3 Stunden am Tag reduziert, weil man die meisten Lehrer zum Kriegsdienst einberufen hatte.
     
  • 1944
    Attentat auf Hitler am 20. Juli - Verhaftung von Regimegegnern.
     
  • 1945
    Am 13. Februar Bombenangriff auf Dresden, viele Ausgebombte kamen nach Dippoldiswalde, Massengräber auf dem Dippser Friedhof.

    Am 8. Mai wurde der Soldat Rockstroh von der SS am Obertorplatz gehenkt, Tag der Kapitulation Hitlerdeutschlands.

    Ab Mitte Mai Kreiskommandantur der sowjetischen Besatzungsmacht im "Stern", danach in der Superintendentur.

    Am 1. Juli Aufnahme des Unterrichtes an der Volksschule.

    Im September Bodenreform, Enteignung der Großgüter Jäckel und Flemming.

    Anlage des sowjetischen Friedhofes am südlichen Ortsausgang.

    Im November Inhaftierung von Angehörigen der NSDAP und anderer Bürger ohne Anklage - Deportation nach Altenberg (früheres Schutzhaftlager), Hohnstein, Mühlberg, Buchenwald.
     
  • 1946
    Im März erfolgte die Gründung der Volkshochschule.

    Gründung der Konsumgenossenschaft am 7. April.

    Am 30. Juni Enteignung der Großbetriebe von Blanke und Nitzsche.

    Nach der Gründung der SED im April finden am 1. September Gemeindewahlen statt.

    Bismarck-Denkmal und Gefallenendenkmäler an der Müllerschule und im Stadtpark werden im September entfernt.
     
  • 1947
    29. April, Volksbegehren.

    18. Juni, Währungsreform (Tausch 1:10).
     
  • 1948
    Am 25. August wurde ein neuer Sportplatz an der Vorsperre eingeweiht.
     
  • 1949
    Eröffnung des ersten HO-Geschäftes am 1. Juli eingangs der Herrengasse (früher Bester).

    Gründung der Bundesrepublik Deutschland (West) am 20. September.

    Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (Ost) am 7. Oktober
     
  • 1950
    Eingemeindung des Ortes Elend nach Ulberndorf.

    Der Marktbrunnen (einstiges Kriegerehrenmal) wurde umgestaltet und mit der Inschrift "Frieden - Einheit - Freiheit" versehen.

    Umbau des Siechenhauses "Wettinstift" zum Krankenhaus.
     
  • 1951
    Aufbau des Wohngebietes Goethestraße, Querstraße.
     
  • 1952
    Neugliederung Sachsens (Verwaltungsreform) in Bezirke und Kreise, der Kreis Dippoldiswalde wird um 32 Ortschaften reduziert (Possendorf, Kreischa, Frauenstein, Rechenberg-Bienenmühle, Burkersdorf u.a. scheiden aus dem früheren Amtshauptmannschaftsgebiet aus).
     
  • 1953
    erfolgte die willkürliche Verhaftung von Lehrern und Geschäftsleuten unter dem Vorwand: Staatsfeinde; Fluchtwelle setzt ein.

    17. Juni, Volksaufstand gegen den Stalinismus.
     
  • 1954
    Beginn des Siedlungsbaus am Floraweg und der Wolframsdorfer Straße, an der Glashütter Straße: neuer Kindergarten und neue Kinderkrippe.
     
  • 1957
    Fertigstellung der Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaftssiedlung am Heideweg, Sonnenhang und an der Rabenauer Straße.

    Aufbau des Schwesternwohnheims gegenüber vom Krankenhaus.
     
  • 1957-1959
    Bau der katholischen Kirche am Heideweg durch die Firma Paul Barsch.
     
  • 1958
    Im Juni Hochwasser, neue Weißeritzbrücke bei der Berufsschule überflutet, sie wurde nach dem Hochwasser abgerissen.
     
  • 1961
    Weltmeisterschaften im Kanuslalom zwischen Seifersdorf und Hainsberg im Rabenauer Grund.

    13. August, Bau der Mauer in Berlin und Grenzbefestigung zur Bundesrepublik Deutschland.
     
  • 1962
    Eröffnung des Stadtbades.
     
  • 1962-1985
    erfolgte die Restaurierung der Stadtkirche.
     
  • 1968
    September, 750-Jahr-Feier der Stadt Dippoldiswalde.

    Gründung des Naherholungs-Zweckverbandes Talsperre Malter.
     
  • 1971
    Beginn weiterer Wohnungsbaumaßnahmen an der Wolframsdorfer Straße.
     
  • 1972
    Eingemeindung der Orte Ulberndorf, Elend und Berreuth nach Dippoldiswalde.
     
  • 1974
    Am 26. September begann der Bau der Ingenieurschule an der Talsperrenstraße mit Studentenwohnheim und Kinderkrippe bzw. Kindergarten.
     
  • 1976
    Neubau des Stadtteils um die Nikolai-Ostrowski-Straße mit einer 10-Klassen-Schule, einem Gymnasium (vorher EOS) und zwei Turnhallen, einem Kindergarten, einer Kinderkrippe und einer Schülergaststätte.

    Kreismuseum an der Freiberger Straße eröffnet.
     
  • 1977
    Einweihung der neuen Schule am 28. Februar, Baubeginn der Umgehungsstraße mit neuer Brücke über die Weißeritz, Fertigstellung erfolgte nicht, Weiterbau 1993-1995.
     
  • 1978
    1. September, Einweihung der EOS (Erweiterte Oberschule - entspricht dem Gymnasium), Einweihung der Gaststätte "Freundschaft" (Schülergaststätte).
     
  • 1979-1983
    Fertigstellung von 260 Wohnungen im neuen Stadtviertel.
     
  • 1981
    erfolgten Erweiterungsbauten an der Ingenieurhochschule für Lebensmittelchemie (Außenstelle der Technischen Universität Dresden).
     
  • 1984
    Einweihung der Kindertagesstätten im neuen Stadtviertel.

    Neubau der gynäkologischen Abteilung an das Kreiskrankenhaus und Ausbau der Poliklinik.
     
  • 1985
    Abriß der ehemaligen Garküche neben der Schulturnhalle an der Altenberger Straße (Verkehrshindernis).

    ist die Einwohnerzahl durch Eingemeindungen auf 6800 angestiegen; Neugestaltung des Kulturlebens: Meisterinterpreten, Chor; Modegruppe.
     
  • 1987
    Die Kreisbibliothek wurde erweitert.

    Die Behelfsbrücke zur Ratsmühle wurde als feste Brücke am 10. Juni fertiggestellt.
     
  • 1988
    In Ulberndorf wurden 80 Eigenheime gebaut.
     
  • 1989
    erfolgten der Anschluß an das Wasserversorgungssystem der Talsperre Klingenberg und der Bau eines Hochbehälters in Elend.

    Begannen politische Unruhen gegen das SED-Regime.

    9. November, Fall der Mauer zur Bundesrepublik Deutschland, Reisefreiheit für die Bürger der Deutschen Demokratischen Republik.

    Am 22. November Großdemonstration in Dippoldiswalde gegen die SED.
     
  • 1990
    18. März, Wahlen zur Volkskammer.

    6. Mai, Kommunalwahlen - CDU nominierte Günter Beyer als Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Dippoldiswalde.

    Juli, Wiedervereinigungsprozeß für ein Gesamtdeutschland kam in Gang.

    August, Westfront des Stadtschlosses wurde erneuert (auch das Dach).

    3. Oktober, Feier auf dem Marktplatz zur Wiedervereinigung Deutschlands nach 45jähriger Spaltung.
     
  • 1991
    der Bau der Umgehungsstraße B170 wurde fortgesetzt.

    Der Martin-Stollen am Walksteig wurde verplombt.

    Die Großmärkte ALDI (Reinholdshain) und LIDL (Wolframsdorfer Straße) eröffneten.

    Das Gartenzentrum und der Baumarkt Krüger (Altenberger Straße) sowie der REWE-Markt Schmökel in der Herrengasse erwarteten ihre ersten Kunden.
     
  • 1992
    Die Autohäuser Schneider, Liliensiek, Stikar und Neubert öffneten ihre Pforten.

    8. Oktober, das Telekomgebäude an der Rabenauer Straße wurde in Betrieb genommen.

    Der Gemüsegroßhandel am Gerberplatz erweiterte seine Verkaufsfläche.

    Der Aufbau des Gewerbegebietes Reinholdshain begann.

    erfolgte der Weiterbau der Umgehungsstraße B170 / E55.
     
  • 1993
    Erneuerung der Rathausfassade, neuer Rathausturm am 31. März aufgesetzt.

    Dippoldiswalde beging im Juni die 775-Jahr-Feier.
     
  • 1994
    Kommunalwahlen, Bürgermeister Bellmann wurde gewählt.

    Einweihung des neu ausgebauten Landhotels "Heidehof".

    Im Dezember wurde der PENNY MARKT hinter dem Gartenzentrum und Baumarkt Krüger eröffnet.
     
  • 1994-1995
    Ausbau des Gewerbegebietes Reinholdshain (KOMM-Markt, Grafische Werkstätten Dippoldiswalde, RVD usw. eröffneten).
     
  • 1995
    1. Januar, Einstellung des Gütertransportverkehrs auf der Eisenbahn-Schmalspurstrecke Hainsberg - Kipsdorf.

    Das Schloßhotel in der Rosengasse wurde eingeweiht.

    Fertigstellung der Restaurationsarbeiten am Kirchturm, die vergoldete Turmkugel wurde repariert und neu ausgestattet (war im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden).

    Fertigstellung der neuen Sparkasse in der alten Apotheke am Markt.

    Eröffnung des Autohauses Hüttel in Oberhäslich.

    9. Juli Einweihung der Umgehungsstraße B170 / E55.

    Am Schloß begann die Instandsetzung (11,5 Millionen DM stehen zur Verfügung).

    begann die Beräumung der Vorsperre und die Instandsetzung des Überfallwehrs zur Hauptsperre.
     
  • 1996
    Am 1. Juni wurde das Erlebnisbad Paulsdorf im Bad- und Campingparadies "Nixi" eröffnet.

    In Paulsdorf erfolgte die Erweiterung der Siedlung "Mühlfeld" (Geschäfte, Friseur, Arztpraxen).

    In Malter wurde ein neuer Siedlungskomplex oberhalb des Kurhauses, entlang der Dippoldiswalder Straße und auf Bormanns Wiese, gebaut. In Obermalter Neubau der Pension "Annette".

    Die zwei Siedlungsneubauten im Wohnviertel an der Rabenauer Straße wurden im Oktober fertiggestellt.

    wurden Kanalisationsarbeiten in Dippoldiswalde fortgesetzt und von Berreuth durch das Bödchen geleitet.

    begann der Erweiterungsbau des Krankenhauses (Nordflügel).

    Beginn des Um- und Ausbaus am Rathaus. Das schmale Gäßchen zwischen Rathaus und Apotheke wurde wieder geöffnet.

    begann der Neubau des AOK-Gebäudes an der Brauhofstraße (Altbau wurde 1996 weggerissen).
     
  • 1997
    Im Januar Einweihung des Neubaus des DRK-Kreisverbandes mit Rettungsleitstelle an der Rabenauer Straße.

    Februar, Einweihung des Erweiterungsbaus am "Obertorgrill".

    Beginn der Instandsetzung des Schlo&äszlig;-Südflügels mit neuer Turmhaube auf dem Schloßturm.

    Beginn des Aufbaus eines Altenheimes an der Straße nach Elend durch das Diakonische Werk e.V. (seit 1991 tätig als Vermittlungsstelle für verschiedene Hilfen).

    Planungsvorlage zum Ausbau des Busbahnhofs im Bereich des ehemaligen Gutes Flemming.