Paulsdorf
Paulsdorf wurde 1312 erstmals urkundlich als „Pauwilsdorf“ erwähnt. Es war anfänglich, vom reichen Donius, dem Burggrafen zu Dohna, zusammen mit anderen Orten an das Kloster Zella verschenkt, den Besitzungen des Klostergutes Leubnitz unterstellt. Später gehörten Paulsdorf und auch Seifen (heute ein Ortsteil von Paulsdorf) zur Grundherrschaft des Rittergutes Berreuth, welches 1564 vom Landesherren angekauft wurde. Von diesem Zeitpunkt bis ins 18. Jh. bestand zusammen mit mehreren Dörfern ein kleines Vorwerksamt. Bis zum Bau der Talsperre lag auf dem Pausldorfer Gebiet die „Maltermühle“ mit zwei Mahlgängen und einer Brettsäge. Dem Talsperrenbau 1912 folgte in den 20er Jahren die Errichtung des Strandbades Paulsdorf, nach dem Zweiten Weltkrieg die Erweiterung zum Zeltplatz. 1930 wurde die Schule, in der heute der Kindergarten und ein Fitness-Studio untergebracht sind, erbaut. Seit 1993 entwickelte sich das Wohngebiet „Am Mühlfeld“ und verleiht nun dem einst bescheiden anmutenden Dörfchen ein neues Gesicht. Historisch erwähnenswert sind ein spätgotischer Bildstock als Betsäule am Abzweig der Straße nach Seifen und eine weitere vor der Brücke am ehemaligen Hotel „Seeblick“.
Heute ist Paulsdorf mit seinen ca. 700 Einwohnern vom Tourismus geprägt. Neben dem Strandbad mit modernem Campingplatz, einem Erlebnisbad mit Saunalandschaft, mehreren Gaststätten und Hotels, gibt es ein Fitness-Studio, Tennisplätze, Minigolfanlage,

einen Reiterhof und den Erlebnis- und Waldseilpark.





