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"KUNST IM KERN - neue Impulse für die Altstadtsanierung"

Ein "lauschisches" Plätzchen neben der Mittelschule (Schuhgasse/Altenberger Straße) Die Revitalisierung des historischen Stadtkerns zum lebendigen Zentrum der Kreisstadt Dippoldiswalde ist das große Ziel der Gesamtmaßnahme des Förderprogramms "Städtebaulicher Denkmalschutz". Seit 1991 mit Hilfe des bis heute tätigen Sanierungsträgers STEG der Antrag auf Aufnahme in die Städtebauförderung gestellt wurde, konnte das Neuordnungskonzept zu über 80 Prozent umgesetzt werden. Neben der Gestaltung mehrerer Straßen und Plätze sowie der Sanierung des Rathauses konnten zum Beispiel auch über 60 private Grundstücke mit Hilfe der Mittel von Bund, Land und Stadt instand gesetzt oder modernisiert werden.

Diese Ergebnisse sind neben dem Wirken der sachkundigen Stadtverwaltung und dem Engagement der Eigentümer in hohem Maße auch der Kompetenz und Einsatzbereitschaft der STEG Stadtentwicklung Südwest zu verdanken, die von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit der Stadt die Fäden in der Hand hält. Gemäß dem Motto "Man muss in den Städten und Gemeinden Visionen entfachen" konnte das Stadterneuerungsprogramm als beschäftigungsintensives und Multiplikationseffekte schaffendes Instrument der Konjunktur in Dippoldiswalde beispielhaft umgesetzt werden. Wichtig dabei war immer, dass Projektleitung, Stadtplanung und Finanzierung aus einer Hand zur Wirkung kamen. So konnten in den vergangenen 15 Jahren ca. 12 Millionen Euro Fördermittel investiert werden, die ein Mehrfaches an weiteren privaten Investitionen nach sich zogen.

Schuhbrunnen auf der Herrengasse Ein weiteres gelungenes Beispiel für die komplexe Herangehensweise an die Aufgabe ist die Teilnahme von Dippoldiswalde an der so genannten City-Offensive Sachsen "Ab in die Mitte". Gemeinsam erarbeiteten Stadt und STEG einen interessanten Beitrag, der hier kurz vorgestellt werden soll.

Mit den bereits realisierten Maßnahmen hat sich ein äußerst attraktiver Stadtkern entwickelt, der Einheimischen und Touristen eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Neben Konzepten zur nachhaltigen Sicherung der Funktionalität und Lebendigkeit des unmittelbaren Zentrums rund um den Marktplatz sollen auch die Randbereiche der historischen Altstadt ein wesentlicher Schwerpunkt sein. Um den Stadtkern herum soll abschnittsweise ein durchgängig öffentlich zugänglicher Grünring entwickelt werden, der den Verlauf der früheren Stadtmauer nachzeichnet, den Kern deutlich im Stadtbild ablesbar macht und aus privaten und öffentlichen Grünflächen mit hoher Aufenthaltsqualität besteht.

Zur dauerhaften und nachhaltigen Belebung des Dippoldiswalder Stadtzentrums sollen die über Jahrhunderte entstandenen Kostbarkeiten, die unmittelbar mit der Geschichte der Stadt verwoben sind, verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt und durch Zeugnisse der heutigen Zeit ergänzt werden.

Im Rahmen vielfältiger Aktionen und Aktivitäten soll für die Bürger Gelegenheit bestehen, selbst kreativ zu werden, das Stadtbild aktiv mitzugestalten und dadurch eine stärkere Bindung zur Stadt zu entwickeln. Unter der Träger- und Patenschaft verschiedener Akteure, vorrangig aus dem lebendigen Vereinsleben der Stadt, werden Workshops, Schauwerkstätten sowie Ausstellungen mit unterschiedlichen räumlichen und inhaltlichen Schwerpunkten zur Gestaltung und Ausstattung der öffentlichen Räume mit alten und neuen Kunstobjekten initiiert.

Lips-Tullian-Haus KUNST IM KERN soll als interessante thematische Ergänzung für Feste, Märkte und sonstige publikumswirksame Veranstaltungen zusätzliche Anziehungskraft schaffen und dabei die Innenstadt weiter aufwerten. Gesonderte Stadtrundgänge und Informationsmaterialien zu ausgewählten Kunstobjekten schaffen neue interessante Angebote für Touristen.
Durch die Aufwertung des Stadtbildes und die Einbindung in die vorhandenen Aktivitäten im Stadtzentrum profitieren ansässige Gastronomiebetriebe, Handel und Gewerbe direkt. Wechselnde Veranstaltungsorte und Themen sorgen für Abwechslung und steigern das Interesse bei Besuchern

Mit der Umsetzung des Projektes soll noch im Jahr 2004 begonnen werden. Es ist vorgesehen, jährlich ein, zwei oder drei Themenschwerpunkte bzw. Standorte für Aktionen zu benennen, die öffentlich bearbeitet, vorgestellt und thematisiert werden. Natürlich sind Ablauf und Dauer von KUNST IM KERN abhängig von der Verfügbarkeit der betroffenen Grundstücke sowie der Bereitschaft der Eigentümer und Akteure. Die Stadt und die STEG sind optimistisch, eine gute Idee erfolgreich umsetzen zu können.