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Stadtkirche

Ev.-Luth. Kirchspiel Dippoldiswalde-Schmiedeberg mit: Dippoldiswalde,Hennersdorf,Reichstädt,Sadisdorf,Schmiedeberg
Kirchplatz 12
01744 Dippoldiswalde

Tel. 03504 614182
Fax. 03504 619457
E-Mail: 
kg.dippoldiswalde@evlks.de
Internet: 
http://www.kirche-dw.de

Evangelisch-Lutherisches Kirchspiel Kreischa-Seifersdorf

Lungkwitzer Str. 8
01731 Kreischa

Telefon: +49 35206 21345
Telefax: +49 35206 31037
E-Mail: Internet: www.kirchspiel-kreischa-seifersdorf.de

 

Die Dippoldiswalder Stadtkirche

Alte Illustration StadtkircheDie Stadtkirche St. Marien und Laurentius im Stadtkern von Dippoldiswalde ist die Heimstatt der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde. Jeden Sonntag wird zum Gottesdienst eingeladen - in der Regel 10.00 Uhr mit gleichzeitigem Kindergottesdienst.

In der Stadtkirche von Dippoldiswalde nimmt die Kirchenmusik einen bedeutenden Platz ein. In unregelmäßigen Abständen finden Kirchenkonzerte statt.

In den letzten Jahren erklangen von Johann Sebastian Bach die h-Moll Messe, das Weihnachtsoratorium, die großen Passionen nach Matthäus und Johannes, das Magnificat und die rekonstruierte und ergänzte Markus-Passion, Werke von Heinrich Schütz, der "Messias" und die Johannes-Passion von Händel, die Requien von Mozart und Brahms, die Sinfoniekantate Lobgesang von Mendelssohn und viele andere bedeutende Werke, gesungen von der traditionsreichen Dippoldiswalder Kantorei und dem Kammerchor Dippoldiswalde, der sich aus Sängerinnen und Sängern der Kirchgemeinden der Region zusammensetzt.

Das kirchenmusikalische Jahresprogramm wird ergänzt durch Orgelkonzerte und Gastkonzerte auswärtiger Ensembles. Weitere Infos dazu finden Sie hier.

Im Sommerhalbjahr ist die Dippoldiswalder Stadtkirche werktags zur stillen Andacht und zur Besichtigung in der Regel von 9.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Sollten Sie die Kirche dennoch verschlossen vorfinden, können Sie beim Kirchner oder den Pfarrern um die Möglichkeit des Einlasses bitten.

In der Kirche findet man Texte, die helfen sollen, einige Augenblicke der Besinnung zu haben. Außerdem liegt eine Erläuterung des Gebäudes aus, die über die Geschichte der Kirche informiert:

Seit dem 13. Jahrhundert gibt es an der Stelle der heutigen Dippoldiswalder Stadtkirche ein Gotteshaus. Der erste Bau (erste urkundliche Erwähnung 1218) war eine romanische Basilika, von der nur noch die unteren Stockwerke des Turmes, das Hauptportal und der schöne Eingangsraum der Kirche erhalten sind. Ansonsten wurde die alte romanische Basilika 1429 in den Hussitenkriegen zerstört.

Um 1500 ist die Kirche als gotische Hallenkirche wieder aufgebaut worden. Die Jahreszahl 1506 über dem Südportal bezeichnet sicher nur das Ende eines Bauabschnittes, die Arbeiten werden sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt haben. Natürlich ist die im Verhältnis zur Zahl der Einwohner im 16. Jahrhundert große gotische Kirche auch ein Zeugnis des damaligen Wohlstandes der Stadt (Bergbau), zugleich aber auch ein Zeugnis des Glaubens und der spätmittelalterlichen Frömmigkeit der Gemeinde jener Zeit.

1539 wurde in unserer Kirche die Reformation eingeführt. Die Gemeinde der Stadt wurde zur Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde.

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges erlitt die Kirche, wie auch die ganze Stadt schwere Schäden: 1634 wurde die Kirche, vor allem die gesamte Innenausstattung ein Raub der Flammen, lediglich die Mauern blieben erhalten, aber auch das Gewölbe des Altarraumes war so stark beschädigt, dass es abgetragen werden musste.

Was dann geschah, ist besonders bemerkenswert: Obwohl die schwer getroffene Stadt ziemlich entvölkert war (das Taufbuch enthält für diese Zeit jährlich nur zwei bis vier Eintragungen), baute man in wenigen Jahren die Kirche wieder auf. 1638 konnte die Kirche wieder geweiht werden.

Die Gestaltung war für damaliges Empfinden schlicht. Die beschädigten Gewölberippen wurden erheblich abgeflacht, der Raum einfach, ohne Stuckatur oder dergleichen verputzt. Ein Maler aus der Gegend, Samuel Heber aus Fürstenwalde malte die Kirche einfach aus. Das Ergebnis ist freilich beachtlich: Der Raum erstrahlt in klarem Weiß und Fenster und Türen sind farbig umrandet (schwere Eisenbänder werden durchbrochen - überall Blumen, grün, Fröhlichkeit, die aus der starren Form dringt), das Deckengewölbe ist als angedeutete Paradieseswiese gestaltet: einfache Renaissancemalerei auf gotischem Baukörper, Zeugnis fröhlichen Glaubens von Menschen in schwerer Zeit.

Mit schlichten, einfachsten Mitteln wurde ein schöner Raum gestaltet. Bald nach der Wiedereinweihung 1638 kamen neue Ausstattungstücke von hohem künstlerischem Wert in die Kirche: Die Kanzel 1642, der Taufstein 1653, der Altar 1657, der 1670 das Bild des Gekreuzigten gemalt von Hofmaler Johann Fink aus Dresden erhielt.

Eine besondere Kostbarkeit ist die Kassettendecke des Altarraumes - ein Werk des Dresdner Malers Hans Panitz (1642): Christus in der Mitte ist umgeben von Evangelisten, Propheten und Aposteln. 1686 wurde der obere Teil des Turmes nach Plänen des Oberlandesbaumeisters Wolf Caspar von Klengel errichtet. Bemerkenswert ist, wie der schöne barocke Turmaufsatz sich in das romanische und gotische Bauwerk einfügt. Ohne dass die Erbauer ihre jeweilige Zeit verleugnet hätten, ist doch ein harmonischer äußerer Gesamteindruck des Gebäudes entstanden.

Nach und nach sind die Emporen in der Kirche errichtet worden, bis ins 18. Jahrhundert hinein. Die Emporen der Nordseite sind mit bemerkenswerten Bildern geschmückt. Die Bilder der "Ratsherrenempore" weisen durch ausgewählte Geschichten aus der Bibel darauf hin, welche Verpflichtung die Obrigkeit nach damaliger Auffassung für die städtische Gemeinde hatte: Arbeits- und Lebensmöglichkeiten schaffen, Arme pflegen und versorgen, für Gerechtigkeit sorgen und sich vor dem König für die Stadt einsetzen. Die Bilder der Empore über der Ratsherrenempore zeigen Geschichten aus dem Alten Testament.

Orgel der Stadtkirche 1841 wurde die Kirche durchgreifend umgestaltet und die Ausstattung in den folgenden Jahren entsprechend der damaligen Konzeption ergänzt. Daran erinnern heute nur noch das Altarbild aus dem Jahr 1869, das den auferstandenen Herrn mit den Emmaus Jüngern zeigt (dieses Bild ersetzte damals das Kreuzigungsbild im Hauptaltar, hängt jetzt aber, da das ursprüngliche Bild wieder an seinem Platz ist, im rechten Seitenschiff) und die Orgel, die ein wirklich bedeutendes Werk ist, erbaut vom Dippoldiswalder (!) Orgelbaumeister Stöckel, 1864 geweiht.

Mit geringen späteren Ergänzungen der Dippoldiswalder Orgelbaumeister Lohse und Barth handelt es sich um ein sehr gutes Instrument mit mechanischer Schleifladentraktur, das in vielerlei Hinsicht den barocken Orgeln Gottfried Silbermanns nachempfunden ist, sich aber auch der Entstehungszeit entsprechend sehr gut für romantische Orgelmusik eignet.

1964 bis 1980 ist das Innere der Dippoldiswalder Stadtkirche restauriert worden. Hauptziel war, den Raumeindruck von 1638 wieder herzustellen. Mitgewirkt haben nicht nur Restauratoren aus Dresden, sondern mit vielen Spenden und ungezählten freiwilligen Arbeitsstunden auch viele Kirchgemeindeglieder. So ist unsere Kirche auch ein Zeichen dafür, dass es auch heute noch Menschen in Dippoldiswalde gibt, denen ihre Kirche wertvoll und Heimat ist.

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