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Zur Reichstädter Windmühle

Ausgangspunkt: Dippoldiswalde Busbahnhof

Entlang des Pfortenberges, die Bahnhofstraße hinunter, über die Kleinbahngleise zur Reichstädter Straße, erreicht man nach der Rechtskurve den Alten Kalkofenweg nach Reichstädt. Hier am Dorfbach vorbei, führt der Weg über die Hauptstraße zur Kirche und zum Schloss.

Durch den Schlosspark erreicht man die Straße nach Beerwalde, von der linksseitig der Firstenweg abzweigt, den man bis zur Kreuzung Sadisdorf – Hartmannsdorf – Reichstädt entlang wandert. In Reichstädter Richtung fällt der Blick bereits auf die Holländer-Windmühle.

Dem Bauern Zönnchen war es um 1850 Leid das Mahlgeld zu bezahlen und er beschloss, seine eigene Mühle zu bauen. Da er auf seinem Grund aber nicht über genügend Wasser verfügte, baute er sie nach dem Beispiel der Holländer-Windmühle, die, nach alten Karten, zwischen Ulberndorf und Elend stand. Die Nachbarn störten sich an der Mühle und erhoben Klage, er durfte nicht mehr weiter mahlen und die Mühle verfiel.

Natur- und Heimatfreunde setzten sich mit Unterstützung des Institutes für Denkmalpflege seit 1959 für die Erneuerung der Mühle ein. Am 11. September 1983 wurde sie als technisches Denkmal und Schauanlage der Öffentlichkeit übergeben und vom Mühlenverein Reichstädt liebevoll weiter gepflegt.

Unterhalb der Mühle, direkt an der Straße, befindet sich das Butterhäuschen. Es ist mit bretternem Satteldach gedeckt. Zwischen drei Sandsteinschwellen fließt kühlendes Quellwasser durch den niedrigen Raum in einen Trog, der fast versunken war. Seit seiner Restaurierung 1983 ist es für Besucher zugänglich und wird seither weiter gepflegt.

Die Hauptstraße führt abwärts zur Trumpler Mühle. Die Trumpler Mühle in der Hauptstraße 92 fand ihre erste urkundliche Erwähnung etwa um das Jahr 1608. Sie ist eine der wenigen noch funktionierenden Schrotmühlen mit einem Mahlgang und Quetsche, in der vorwiegend Hafer geschrotet wurde.

Über dem Portal befindet sich ein Zunftzeichen der Müller mit den Initialen des damaligen Mühlenbesitzers. Bis in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde die Mühle noch von einem Wasserrad angetrieben, welches dann eine kleine, aber leistungsfähige Turbine ersetzte.

Weiter die Hauptstraße abwärts zur Nummer 51, findet man den Standort der Herklotz Mühle. Eine Besonderheit gab es früher an dieser Mühle, der Mühlgraben führte oberhalb der Mühle am Hang entlang. Bis 1945 war sie als Ölmühle in Betrieb.
 
Der Hauptstraße folgend, gelangt man im Mitteldorf zur Buschmühle. Zwei große Brände in den Jahren 1722 und 1835 werden geschichtlich erwähnt, sie wurde immer wieder aufgebaut und diente trotz häufigen Besitzerwechsels als Öl-, Mahl- und Schneidemühle und ist heute ein technisches Denkmal.

Etwa gegenüber dem Abzweig der Straße nach Ruppendorf, stand an der Hauptstraße die Küchler Mühle. Sie befand sich auf dem Grundstück, heute Hauptstraße 1, mit der Backwaren- und Lebensmittelverkaufsstelle.

Nichts erinnert mehr an die damalige Mühle, 1771 genehmigte Herr von Schönberg die Anlegung eines zweiten Mahlganges nur für Graupen und Grütze, dazu wurde eine Ölmühle nur für private Nutzung erlaubt. 1859 erhielt die Mühle die Konzession als Weiß- und Schwarzbäckerei. Im Jahre 1899 brannte sie ab.

Gleich gegenüber, auf der anderen Seite des Baches, befand sich die Mühle des Erbgerichts. 1569 belehnte Herr von Maltitz, der damalige Besitzer des Ortes, den Erbrichter Jordan mit einer Mühle in dessen Gut. Nach einem Blitzschlag brannte das Erbgericht mit Scheune, Seitengebäude, Schenke und Mühle 1844 bis auf die Grundmauern nieder. Die Mahlmühle mit einem Gange, wurde mit anderen Gebäuden wieder errichtet, ist aber eingegangen. 

Weiter führt die Straße in Richtung Ortsausgang nach Dippoldiswalde an der Ehrlich Mühle vorbei. Sie war seit 1770 in Besitz der Familie Ehrlich. Den Namen Hofmühle trug sie, weil hier für die umliegenden Rittergüter gemahlen und gebacken wurde. Brandstiftung machte die Mühle 1840 zum Opfer von Flammen. Nach Wiederaufbau bestand die Ehrlich Mühle bis1917 als Mühle mit Bäckerei. 1923 wurde nach Abbau des Mühlrades, auch ein Teil des Mühlgrabens verschüttet.

Auf der Straße wieder zurück, bis zum Gasthaus, vor der Backwaren- und Lebensmittelverkaufstelle, führt der Weg durch Felder an eine Kreuzung mit dem Firstenweg, der links ab nach Dippoldiswalde führt und über die Altenberger Straße gelangt man direkt zum Busbahnhof.

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